Der Grill bleibt an – Gegen bevormundende Verbote beim Sportfest!

Stellungnahme zum Artikel „Bratwurst und Bierverbot am Spielfeldrand?“ (Der Bote, 28.06.2025)

Gegrilltes und ein kühles alkoholisches Getränk – das gehört für viele Sportbegeisterte genauso dazu wie der Sport selbst. Doch genau das steht nun auf der roten Liste: Der neue Hitzeschutzplan des Gesundheitsministeriums empfiehlt den Sportvereinen, bei Veranstaltungen künftig genau darauf zu verzichten. Das stößt zu Recht auf massives Unverständnis.

Denn um sie geht es: Um die Vereine, um das Ehrenamt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt – und genau diese werden mit immer neuen bürokratischen Regelungen aus Berlin weiter belastet. Der 14-seitige Hitzeschutzplan, erstellt vom Bundesgesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), enthält neben allgemeinen Hinweisen wie Trinkpausen und Schattenplätzen auch konkrete Handlungsempfehlungen: „Grill vermeiden“ und „auf den Ausschank alkoholischer Getränke verzichten“.

Begründet wird dies mit dem Hinweis, dass künftig „jede Sportart – ob drinnen oder draußen – mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert sein“ werde. Die Folge: Der Bürger soll offenbar auch auf dem Vereinsfest zum Belehrten degradiert werden. Eigenverantwortung? Fehlanzeige.

Dabei zeigen gerade die im Artikel erwähnten Beispiele aus Diepersdorf oder Winkelhaid: Die Vereine kümmern sich längst verantwortungsvoll um den Hitzeschutz ihrer Mitglieder und Besucher. Wasser, Schatten, Pausen, medizinische Begleitung – alles vorhanden. Was sie nicht brauchen, sind ideologisch motivierte Verbote, die den Menschen den Spaß an Sport, Geselligkeit und Gemeinschaft nehmen.

Schon in meiner Kindheit gab es heiße Sommer. Niemand brauchte damals ein Ministerium, um zu wissen, wie man sich bei 30 Grad verhält. Und niemand hätte es akzeptiert, dass plötzlich Bratwurst und Bier verboten werden – ausgerechnet dort, wo Gemeinschaft gelebt wird.

Wir sagen: Der Grill bleibt an!

Denn was wir wirklich brauchen, ist eine Rückbesinnung auf gesunden Menschenverstand, Eigenverantwortung und das Vertrauen in mündige Bürger. Nicht jedes Wetterphänomen ist eine Krise. Nicht jedes Fest braucht einen staatlichen Maßnahmenkatalog. Und nicht jede Bratwurst ist ein Angriff auf das Klima.

Birgit Ruder
Vorsitzende Bürgerallianz Feucht

Views: 9

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner