Leserbrief zum Artikel „Der Wassercent kommt – Bayern beschließt neue Abgabe“ (NN, 30.07.2025)

Sehr geehrte Redaktion,

mit Befremden habe ich den heutigen Bericht zur Einführung des sogenannten Wassercents gelesen. Während sich die Staatsregierung für ihre „zukunftsfähige Wasserpolitik“ selbst lobt, bleibt eines auf der Strecke: die Realität der unsererBürger.

Denn was hier als Modernisierung verkauft wird, ist nichts anderes als eine neue Abgabe auf das Leben selbst. Wasser – das Grundbedürfnis jedes Menschen – soll künftig bepreist werden. Nicht für mehr Leistung. Nicht für bessere Versorgung. Sondern schlicht, weil es geht.

Die größte Zumutung: Die Industrie und Landwirtschaft, also die größten Wasserverbraucher, werden ausgenommen. Bezahlen sollen stattdessen Familien, Gartenbesitzer, Rentner – Bürger, die ohnehin schon mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben.

Bereits im vergangenen Jahr habe ich als Vorsitzende der Bürgerallianz Feucht den Bürgermeister unsererMarktgemeinde aufgefordert, sich klar gegen diese unausgewogene Abgabe zu positionieren. Leider vergeblich.

Wasser ist ein Allgemeingut – kein Spielball für ideologisch verbrämte Einnahmeideen. Was wir brauchen, ist keine neue Bürokratie, sondern Vernunft, Augenmaß und Respekt vor den Menschen, die dieses Land am Laufen halten.

Mit freundlichen Grüßen
Birgit Ruder
Marktgemeinderätin Feucht
Vorsitzende der Bürgerallianz Feucht

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