Nicht einfach wegkippen – sondern weiterdenken!

Das erfolgreiche Sammelsystem „Jeder Tropfen zählt“ zur Rückgabe von gebrauchten Speiseölen und -fetten steht vor dem Aus – trotz positiver Resonanz und sinnvoller Umweltziele. Der Bürgermeister von Feucht lehnte jüngst eine Fortführung des Projekts ab. Seine Begründung: Der Landkreis sei zuständig. Doch genau dort wird das Pilotprojekt nun ebenfalls beendet – obwohl es als Leuchtturmprojekt gestartet war.

Dabei gab es ein klares Angebot der Initiative „Jeder Tropfen zählt“, auch weiterhin eine niedrigschwellige Rückgabemöglichkeit zu schaffen: Die Bürger hätten volle Sammelbehälter am Wertstoffhof abgeben und kostenlos neue mitnehmen können. Dieses kostenfreie System hätte keinerlei zusätzliche Belastung für die Gemeinde bedeutet.

Ein Rückschritt mit Signalwirkung: Gerade jetzt, wo neue Linienbusse im Nürnberger Land mit recyceltem Altfett fahren – also genau dem Rohstoff, der durch dieses System gesammelt werden sollte –, wird die Sammlung eingestellt. Ein fatales Zeichen gegen nachhaltige Mobilität und Kreislaufwirtschaft.

Der Pilotversuch zeigt:

  • Über 19 Tonnen wurden in den zwei Pilotjahren (davon 6,9 t in Feucht) gesammelt, deutlich mehr als früher über die Wertstoffhöfe.
  • Die Bürger haben das Angebot angenommen – und das trotz kaum vorhandener Werbung.
  • Mit besserer Kommunikation wären deutlich höhere Sammelmengen erreichbar gewesen.

Bereits am 14.10.2021 wurde der Antrag auf Einführung des Systems gestellt – mit dem Ziel, Klimaschutz durch sinnvolle Wiederverwertung zu fördern. Denn: Recycelte Altspeisefette können als Biokraftstoff einen echten Beitrag zur CO₂-Reduktion leisten. Ein Kilogramm Fett im Abfluss hingegen kontaminiert bis zu 40.000 Liter Wasser – ein ökologisches und ökonomisches Desaster.

Wir sagen klar: Dieses Projekt darf nicht sterben! Wir fordern:

  • Die Weiterführung der Sammlung in Feucht – mindestens am Wertstoffhof.
  • Eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit zur besseren Nutzung.
  • Die Einbindung von Sponsoren und Partnern zur Finanzierung.
  • Die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden, wie sie im ursprünglichen Antrag vorgesehen war.

Die Bürger haben gezeigt, dass sie bereit sind. Jetzt liegt es an der Politik, dieses Engagement zu unterstützen – und nicht abzuwürgen.

Unterstützen Sie das Projekt! Melden Sie sich bei uns, wenn Sie:

  • als Bürger die Sammlung weiter nutzen wollen,
  • als Sponsor das Projekt fördern möchten,
  • als Gemeinde oder Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten sehen.

Denn jeder Tropfen zählt – für unsere Umwelt, für unsere Zukunft.

Birgit Ruder

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